Anliegen-/Fürbittenbuch

Eine Offene Kirche ist nicht nur ein Raum der Stille, er ist zugleich ein Raum des Gebetes. In der besonderen Atmosphäre des Kirchraums fällt es Menschen oft leichter als im privaten Bereich oder gar an öffentlichen Orten und Plätzen still zu beten.

Viele nehmen auch das Angebot, ihre Gebete schriftlich zu formulieren gerne an. Dies mag unter anderem daran liegen, dass es heute nur noch wenige Menschen gewohnt sind, Gebete frei zu formulieren und zu sprechen. Aber auch die befreiende und entlastende Erfahrung, wie in einem Tagebuch etwas niederschreiben zu können, spielt hier sicherlich eine Rolle.

Die meist anonymen Einträge zeigen dabei die Vielfalt des Gebets auf beeindruckende Weise. Lob und Klage, Dank und Bitte stehen hier häufig nebeneinander. Aber auch Fragen und private Probleme, Sorgen und Ängste werden benannt und vor Gott gebracht.

In manchen Gemeinden werden die hier nieder geschriebenen Fürbitten anonym (!) mit in das Fürbittengebet in der Abendandacht oder im Sonntagsgottesdienst oder in einem Gebetskreis mit aufgenommen. Stellvertretend bringt so die Gemeinde die Bitten der Menschen erneut vor Gott zur Sprache. Ein kurzer Hinweis im Fürbittenbuch sollte aber darauf hinweisen, damit Besucherinnen und Besucher informiert sind.

Ob für das Anliegen-/Fürbittenbuch ein Stehpult oder eine Tisch mit Stuhl wie in der Stadtkirche Unna (s. Bild) verwendet wird, ist nach Beschaffenheit des Raumes zu entscheiden. Bei der Auswahl sollte aber bedacht werden, dass evtl. auch Kinder etwas in das Anliegenbuch schreiben möchten, so dass ein Stehpult ggf. nicht geeignet ist!