Spiritueller Kirchenführer

Eine Möglichkeit, die historische und spirituelle Dimension des Kirchengebäudes zu verbinden, stellt ein „spiritueller Kirchenführer“ dar. Kirchenführer – als Faltblatt oder kleines Heft – gibt es in vielen Kirchen.

Diese meist (kunst-)geschichtlich und architektonisch ausgerichteten Texte bilden oftmals zusammen mit dem Gemeindebrief das Aushängeschild der Ortsgemeinde. Durch kleine Ergänzungen können sie aber auch so verändert werden, dass sie auch Anregungen zur spirituellen Erschließung des Raums geben.

Folgende Punkte sollte solch ein kleiner Kirchenführer enthalten:

  1. Eine Begrüßung der Besucherinnen und Besucher.
  2. Einladende Hinweise darauf, was Gäste in dem Kirchraum tun können (Ruhe finden, der Orgel zuhören, beten, in der Bibel lesen, die Kunstgegenstände betrachten ...).
  3. Anregungen zur Erkundung des Kirchraums. (Welche Gefühle löst dieser Raum in Ihnen aus? Wohin zieht es Ihren Blick? Welche Farben und Formen entdecken Sie in diesem Raum? Welche Themen und Assoziationen gehen Ihnen durch den Kopf?)
  4. Baugeschichtliche und (kunst-)historische Informationen.
  5. Gebete, eine kleine Meditation, ein Bibelwort oder eine ähnliche Hilfestellung zum Stillwerden und Beten.
  6. Hinweise auf das aktuelle Gemeindeleben, Adresse des Gemeindebüros, des Pfarramtes oder anderer Ansprechpartnerinnen und -partner der Kirchengemeinde.


Es lohnt sich für eine Gemeinde in die Erarbeitung ihres kleinen Kirchenführers Zeit (und Geld) zu investieren. Denn diese Faltblätter werden gerne mitgenommen und zu Hause gelesen. Sie prägen wesentlich das Bild, das sich Menschen von einer Kirche und ihrer Gemeinde machen.