Gottes Schätze heben

Ein Angebot zur verheißungsorientierten Gemeindeentwicklung

"Gottes Schätze heben" ist ein von Kuno Klinkenborg auf Basis der Wertschätzenden Erkundung (Appreciativ Inquiry) entwickeltes Gemeindeentwicklungsinstrument, das seit 2005 in Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Westfalen eingesetzt wird.

 

"Gottes Schätze heben" geht von drei Annahmen aus

1. Gott will, dass Gemeinden sich entwickeln

2. Jede Gemeinde hat Gaben und Schätze in reichlichem Maße

3. Gemeinden entwickeln sich in die Richtung, in die sie ihre Aufmerksamkeit richten

 

Weitere Informationen

Gründe und Ziele

Vorgehensweise

Zwei Schritte

Ablauf einer Gemeindekonferenz

 

 

1. Gott will, dass Gemeinden sich entwickeln

Besonders prägend für den Gemeindeaufbau sind die biblischen Gemeindebilder, die vom Bauen oder vom Wachsen sprechen.

Bei den Bildern von der Gemeinde als Bauwerk sind besonders die „lebendigen Steine“, die sich zum geistlichen Haus verbauen (1. Petrus 2,5), und der Bau auf dem „Grund (Fundament), der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus“ (1. Kor 3,11), bekannt. In beiden Fällen ist der Bau nicht einfach fertig und abgeschlossen. Sondern es wird weitergebaut. Das Fundament ist fertig und fest, aber der Bau entwickelt sich weiter.

Noch deutlicher ist das bei den Bildern, die vom Wachsen sprechen. Der Leib Christi (1. Kor 12,12ff.) wächst und ist lebendig. Auf dem Acker (Mt 13,24ff) wächst etwas heran.

Fest ist das Fundament, der Eckstein, das Haupt: Jesus Christus. In der Gemeinde geht es aber um Entwicklung, um das Evangelium in den jeweiligen Kontext hinein verkündigen zu können.

Gott will, dass Gemeinden sich entwickeln und verändern.

2. Jede Gemeinde hat Gaben und Schätze in reichlichem Maße

Als der Apostel Paulus seinen ersten Brief an die christliche Gemeinde in Korinth schrieb, da hatte er viele beunruhigende Nachrichten über diese Gemeinde gehört. Die Gemeinde stand vor dem Zerbruch. Es gab theologische Streitigkeiten zwischen liberaleren und konservativeren Strömungen, es gab menschliche Zerwürfnisse und es war eine arme Gemeinde. Was schreibt Paulus einer solchen Gemeinde am Beginn seines Briefes? „Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus, dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis. Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, so dass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus.“ (1. Kor 1,4ff).

Der Glaube, den Paulus für die Gemeinde in Korinth hat, ist auch die Voraussetzung, um sich heute in der Gemeinde auf den Weg zu machen. Das darf entlasten. 

Was nützen uns alle Kirchensteuern der Welt, wenn nicht Gott uns gibt, was wir brauchen. 

Und was darf uns der Mangel hemmen, wenn Gott uns gibt, was wir brauchen, und uns reich macht.

3. Gemeinden entwickeln sich in die Richtung, in die sie ihre Aufmerksamkeit richten

Der Indianer und die beiden Wölfe

Ein alter Indianer erzählte seinem Enkel von einer grossen Tragödie, die sich vor langer Zeit in seinem Leben ereignete.
Er sagte ihm: «Was fühlst du, Grossvater, wenn du heute an diese Tragödie denkst?»
Der Alte antwortete: «Es ist, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander ringen – der eine Wolf ist rachsüchtig und gewalttätig, der andere ist grossmütig und liebevoll.»
Nun fragt der Enkel: «Welcher Wolf wird den Kampf in deinem Herzen gewinnen?»
Der Alte antwortete: «Der, den ich füttere!»
Indianische Weisheit

Wer auf Defizite ausgerichtet ist, kämpft immer mit dem Rücken zur Wand. Sich ständig mit dem Mangel zu befassen, demotiviert und schafft Widerstände. Wenn auch gesagt wird, die Kirche sei kein Abbruchunternehmen, sondern ein Aufbruchunternehmen, die Gemeinden sich aber ständig nur damit beschäftigen, welche Stelle als nächstes gestrichen, welches Gemeindehaus als nächstes verkauft, welcher Arbeitszweig als nächstes eingestellt wird, dann entwickeln sie sich dennoch zum Abbruchunternehmen.

Es nützt zwar nichts, einfach so zu tun, als gäbe es die finanziellen Probleme nicht, aber es ist wohltuend, bei den nötigen Schritten nicht die Abwendung des Problems, sondern die Entfaltung der Möglichkeiten und Potenziale in den Blick zu nehmen. Der andere Blickwinkel bewirkt schon viel. Es macht einen Unterschied für das Klima und die Entwicklung, ob ich mich für drei von sechs Arbeitsbereichen entscheide, die ich aus finanziellen Gründen einstellen will bzw. muss, oder ob ich mich für drei von sechs Arbeitsbereichen entscheide, die ich weiterentwickeln will – und dazu die anderen drei einstellen muss. Es geht um die berühmte Frage, ob das Glas halbvoll oder halbleer ist. Das halbvolle Glas ermöglicht eine gelungenere Entwicklung eines gemütlichen Abends als das halbleere.

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