Corona und Offene Kirchen

Informationen zur Kirchenöffnung während der Corona-Pandemie

Auf dieser Seite finden Sie Informationen der Ev. Kirche von Westfalen zu Fragen der wochentäglichen Kirchenöffnung während der Corona-Pandemie. Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert und dem aktuellen Stand der Entwicklungen angepasst.

1. Zur Frage der Öffnung der Kirche während der Corona-Pandemie
Grundsätzlich ist es auch in Zeiten der Corona-Pandemie erlaubt, die Kirchen wochentags und/oder am Wochenende für Besucherinnen und Besucher zu öffnen. 

2. Hygiene-Konzept für Offenen Kirchen
Im Unterschied zur Regelung der Gottesdienste unter Corona-Bedingungen gibt es keine landeskirchlichen Empfehlungen für ein landeskirchenweites Hygiene-Konzept für Offene Kirchen in der EKvW, die direkt in Offenen Kirchen umgesetzt werden könnten. Vielmehr gilt im Blick auf eine Kirchenöffnung unter Corona-Bedingungen, dass die Regelung eine wochentags geöffneten Kirche jeweils in Absprache mit dem jeweiligen Kirchenkreis zu treffen ist.

Daher ist jede Offene Kirche gehalten, sich hinsichtlich einer möglichen Öffnung der Kirche mit dem Kirchenkreis (Superintendentur) abzustimmen, eventuell vorhandene Hygiene-Konzepte für Offene Kirche dort abzufragen oder sich das vorhandene Konzept ggf. vom Kirchenkreis genehmigen zu lassen.

Wie im öffentlichen Raum auch sind jedoch die dort geltenden Regeln auch in Offenen Kirchen einzuhalten, d.h.

  • Die Maskenpflicht gilbt auch beim Besuch einer Offenen Kirche (s. §1 Abs. 3, jetzt in Vbg. mit §3 Abs. 2 Nr. 1 CoronaSchVO n.F.: "Die Verpflichtung zum Tragen einer Alltagsmaske besteht unabhängig von der Einhaltung eines Mindestabstands in geschlossenen Räumlichkeiten im offenen Raum, soweit diese Besucherinnen und Besuchern zugänglich sind.")
  • Der Mindestabstand von 1,5m ist auch in der Offenen Kirche einzuhalten
  • Es ist ausreichend Desinfektionsmittel (am Eingang) für Besucherinnen und Besucher mit einem entsprechenden schriftlichen Hinweis zur Benutzung bereit- und aufzustellen

3. max. Personenanzahl in einer Offenen Kirche
Eine Vorgabe bei der Quadratmeterzahl pro Person für den Kirchraum gibt es nicht. Jedoch kann jede Kirchengemeinde selbst versuchen, auf der Grundlage des geforderten Mindestabstands, eine Maximalzahl von Besucherinnen und Besuchern zu errechnen, die gleichzeitig in der Offenen Kirche sein dürfen.

 4. Begleitung der Offenen Kirche
Als Kirchengemeinde sollte man seiner Verantwortung bei der Öffnung der Kirche dadurch nachkommen, dass die Offene Kirche während der Öffnungszeiten durch mindestens 1 Person durchgehend beaufsichtigt wird.

Deren Aufgaben wären:

  • Sicherstellen, dass der Abstand zwischen Besucherinnen und Besuchern eingehalten wird.
  • Sicherstellen dass sich Besucherinnen und Besucher die Hände desinfizieren.
  • Handläufe und Klinken in bestimmten zeitlichen Abständen reinigen

5. Auslegen von Materialien in Offenen Kirchen
5.1 Ist das Auslegen von spirituellen Materialien und Texten zum Mitnehmen in Offenen Kirchen erlaubt?
Ja, das Auslegen von Materialien und (spirituellen) Texten zum Mitnehmen ist erlaubt. Im Hinblick auf Bibelkarten oder Gebetskarten ist ein rechtlicher Unterschied zu Liedzetteln, die im Gottesdienst verteilt werden, nicht zu erkennen. Solche Texte können also zum Gebrauch im Gottesdienst und zum Mitnehmen in Offenen Kirchen ausgelegt werden.

5.2 Müssen überzählige Materialien und (spirituelle) Texte bzw. Karten, die nicht mitgenommen wurden, entsorgt werden?

Nein, die überzähligen Karten können auch nach dem ersten Tag des Auslegens am nächsten Öffnungstag wieder ausgelegt werden. Es empfiehlt sich aber, an dem Platz, wo die Karten etc. liegen, ein Desinfektionsmittel bereitzuhalten und mit einem schriftlichen Hinweis Besucherinnen und Besucher um dessen Verwendung zu bitten.

5.3 Auslegen von Materialien und Büchern zum Anschauen in Offenen Kirchen
Dürfen Materialien, Bücher oder Bibeln ausgelegt werden, die man als BesucherIn während des Besuchs einsieht, aber nicht mitnimmt, also z.B. eine Bibel oder ein Meditationsbuch, in dem dann BesucherInnen blättern? - Ja, das Auslegen ist möglich.

Erläuterung:
Auf dem Hintergrund der Coronaschutzverordnung §1, Abs. 3 vom 30.10.2020 (in der ab dem 10.10.20 gültigen Fassung) können Kirchen selbst Schutz-Regelungen für Gottesdienst und andere Versammlungen zur Religionsausübung aufstellen, die sich an den Regelungen der CoronaSchVO orientieren. Diese kirchlichen Regelungen müssen keine Kirchengesetze o.ä., jedoch allgemein zum Gebrauch vorgeschrieben sein. Solche Regelungen haben sich aber an den zwingenden Regelungen der CoronaSchVO, die für andere Betriebe etc. aufgestellt sind, zu orientieren.

Dies bedeutet im Blick auf das Auslegen von Büchern, Bibeln zum Blättern und Lesen in Offenen Kirchen, dass dieses Angebot sich parallel zum Angebot von Buchläden verhält, in denen bislang das Einsehen und Blättern in Büchern möglich und erlaubt ist.

Sollten dieses Angebot in der Offenen Kirche umgesetzt werden, sollte aber auch hier, wie bei den spirituellen Texten zum Mitnehmen, ein Desinfektionsmittel incl. schriftlichem Hinweis bei diesem Angebot vorgehalten werden. Empfohlen wird darüber hinaus, solche Bücher bzw. Bibeln nicht im Kirchraum verteilt, sondern an einer Stelle bzw. auf einem Tisch im Kirchraum zu bündeln, z.B. in Form einer "(Bibel-)Leseecke" bzw. eines Büchertisches.

6. Pflicht zur Nachverfolgbarkeit von BesucherInnen einer Offenen Kirche
Besteht wie in der Gastronomie eine Pflicht für die Nachverfolgbarkeit von Besucherinnen und Besuchern einer Offenen Kirche? - Nein, eine Pflicht zur Nachverfolgbarkeit besteht nicht.

Erläuterung: In der CoronaSchVO werden in §4a die Regelungen über Rückverfolgbarkeit festgehalten. Dort wird zwischen der allgemeinen (Name, Anschrift, Telefonnummer) und der besonderen (zusätzlich Sitzplatzerfassung) Rückverfolgbarkeit unterschieden. §4a, Abs. 2 zählt dann die Bereiche auf, für die eine einfache Rückverfolgbarkeit sicherzustellen ist. Nach Nr. 1 zählen dazu dann Sitz- und Stehplätze in zulässigen gastronomischen Einrichtungen, z.B. Kantinen (vgl. §14). Seitens des Landeskirchenamtes wird jedoch keine Vergleichbarkeit zum regelmäßigen Verhalten von Nutzern einer sog. Offenen Kirche gesehen, da hier der Aspekt "geselliger Zusammenkunft" eher zurück tritt. Zudem findet in einer Offenen Kirche keine Bedienung statt und i.d.R. suchen Besucherinnen und Besucher einer Offenen Kirche eher Distanz zu anderen Personen im Raum als die besondere Nähe.

7. Ausstellungen in Offenen Kirchen
Eine Ausstellung in einer Offenen Kirche während der Öffnungszeiten z.B. in Form von Roll-Ups, wird nicht als kritisch gesehen, solange es dort nicht zu Versammlungen kommt. Führungen durch die Ausstellung in der Offenen Kirche sind ebenfalls nicht zulässig! Zugleich sollte die Bewerbung einer Ausstellung unterbleiben.

8. Weitere Hinweise und Ansprechpartner
Weitere Hinweise zum Thema "Kirchliches Leben und Corona" finden Sie auf der Homepage der EKvW - www.ekvw.de in der Rubrik "Corona Empfehlungen".

Bei Fragen zum Thema "Offene Kirchen und Corona" wenden Sie sich bitte an:

Pfr. Andreas Isenburg
Tel. 02 31/54 09-63
e-Mail: andreas.isenburg(at)igm-westfalen.de

Stand der Informationen: 18. November 2020

 

 

Pfr. Andreas Isenburg
Institut für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste
Olpe 35, 44135 Dortmund
Telefon: +49 (231) 54 09 63
Email

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