Wie fangen wir an?

Ihr möchtet mit einer Kirche Kunterbunt starten? Prima! Hier findet ihr ein paar erste Hinweise für die Planung und Umsetzung einer Kirche Kunterbunt. Dazu auch Materialien, die für eure Planungsgruppe herunterladen und im Team verwenden könnt.

 

Wen man braucht!

Nun, wie geht es los? Es mag seltsam klingen, aber jede neue Idee braucht 2-3 „Verrückte“, die einfach große Lust auf diese Idee und die Motivation haben, sie umzusetzen! Denn nur die, die selbst von der Idee begeistert sind, können auch andere begeistern und motivieren mitzumachen! Also, sucht erst einmal die, die „richtig Lust“ auf eine Kirche Kunterbunt haben – das können zwei, drei oder auch mehr aus der Gemeinde und/oder dem Freundeskreis sein. Sie bilden das „Core-Team“ für eine Kirche Kunterbunt. Und wenn ihr dieses „Kernteam“ zusammen habt, nun, dann geht (es) los!

 

"Go, tell it on the mountains!"

Bevor ihr konkret an die Planung einer Kirche Kunterbunt geht, lohnt es sich, einmal alle (!) Gruppen und Kreise der Gemeinde zu besuchen und anderen von eurer Idee zu erzählen. Oder die Kirche Kunterbunt im Gottesdienst oder bei einem Gemeindefest vorzustellen. Ihr könnt auch direkt Leute ansprechen, die euch einfallen. Aber Achtung! Meist denken wir immer an die, die „eh schon alles machen!“ Und auch meist zu viel machen. Statt diese Mitarbeitenden anzusprechen, lohnt es sich, nach den „Stillen im Lande“ Ausschau zu halten. Es gibt viele Menschen in un-seren Gemeinden, die gerne irgendwo mitmachen würden, aber zu schüchtern sind, sich direkt einzubringen – und sich umso mehr freuen, wenn man sie direkt anfragt.

 

Die Gemeindeleitung mit einbeziehen

Dabei ist es wichtig, auch direkt und vorab das Presbyterium und die PfarrerInnen vor Ort über die Idee zu informieren und hier um Unterstützung und Rückendeckung zu bitten. Viel-leicht gibt es ja sogar auch eine kleine finanzielle Hilfe für den Start? Auf jeden Fall ist es gut, die Gemeindeleitung mit im Boot zu haben, damit sie über die weitere Entwicklung informiert und immer auf dem aktuellen Stand sind! Und vielleicht fängt ja sogar jemand Feuer und macht auch noch mit…!

 

Aufbau eines (ökumenischen) Teams

Wenn ihr genügend Leute zusammenhabt – meist werden so 15 bis 20 Personen benötigt – dann geht es an die konkreten Planungen. Bewährt hat es sich, eine Kirche Kunterbunt mit 5 bzw. 6 Teams zu planen.

  • Das „Innen-Ministerium“
    Das kann, muss aber nicht das „Core-Team“ sein, dass die Idee entwickelt hat. Hier laufen die Fäden der verschiedenen Teams zusammen, Einladungen für die Treffen werden geplant und verschickt, Interessierte können sich hier melden., die Team-Treffen werden hier organisiert.
  • Organisation und Öffentlichkeitsarbeit
    Auch die Organisation wie die Öffentlichkeitsar-beit ist hier angesiedelt. Wenn es aber zu viel wird, kann man ein Team gründen, dass sich um die Orga (Technik, Einkauf Essen, Materialien, Aufbau/Abbau etc.) wie um die Öffentlich-keitsarbeit kümmert.
  • Beziehungsteam – Willkommenszeit
    Hier machen Mitarbeitende mit, die einfach Spaß und Freude haben, mit Menschen in Kontakt und ins Gespräch zu kommen! Diese Teams sind be-sonders wichtig, da sie für viele (kirchenferne) Familien nach langer Zeit der Erstkontakt mit Kirche sind. Daher sucht Mitarbeitende, die wirklich Freude an dieser Aufgabe haben und nicht dort stehen, „weil man sie nun mal gefragt hat“ und es nur als „Pflichtaufgabe“ verstehen!
  • Aktiv-Zeit / Kreativ-Stationen
    Wie der Name sagt, sind hier die gefragt, die einfach Lust ha-ben, etwas kreativ umzusetzen. Die viele, auch verrückte, Ideen mitbringen und Freude haben, mit anderen etwas zu basteln o.ä.
  • Feier-Zeit / (Werkstatt-)Gottesdienst
    So kurz solch eine Feier-Zeit auch ist, meist sind es 15-20 Min., so wichtig ist es, diese Zeit gut und intensiv vorzubereiten! Denn: für viele (kirchen-ferne) Familien ist dies nach langer Zeit der erste Gottesdienst, den sie wieder besuchen und erleben. Sie kennen keine Liturgie, keine Kirchenlieder, kein Credo und Vaterunser… - daher ist auch hier Kreativität gefragt – in der Sprache, beim Singen wie im Ablauf.
  • Tischgemeinschaft & Essens-Zeit
    Hier sind nicht nur die gefragt, die gerne und leiden-schaftlich für andere Kochen. Sondern auch die, die Freude am Dekorieren haben, ebenso wie an Tischgesprächen mit Gästen. Und natürlich gehört hier auch das Spülen zu… aber das soll-te letztlich eine Aufgabe aller sein – nicht nur weniger!

Natürlich ist es auch möglich, dass jemand in verschiedenen Teams mitmacht, je nach Interes-se, Gaben und Fähigkeiten… Zu schematisch muss man hier nicht denken. Auch nicht im Blick auf die Ökumene! Man kann und darf solch eine Kirche Kunterbunt auch gern mit anderen Gemeinden zusammen planen und umsetzen, also mit evangelischen, freikirchlichen und/oder katholischen Gemeinden!

 

In Ruhe planen & organisieren

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut! Eine Kirche Kunterbunt auch nicht! Also: Nehmt euch Zeit! Denn: Ihr habt Zeit! Von der Idee bis zur 1. Kirche Kunterbunt dürfen ruhig mehr als drei oder sogar sechs Monate vergehen. Bei Lucy Moore, der Erfinderin der Messy Church, dauerte es sogar 3 Jahre bis sie soweit war, anzufangen. Daher: Plant, entwickelt und setzt die Kirche Kunterbunt in eurem Tempo um. Ihr habt Zeit!

 

Mut zu Fehlern & zum Experiment!

Fehler passieren! Auch in einer Kirche Kunterbunt! Und das ist auch normal und nicht schlimm. Eine Kirche Kunterbunt muss nicht beim 1. Mal perfekt sein und perfekt ablaufen. Fehler dürfen gemacht, Experimente gewagt werden. Und fragt ruhig die Teilnehmenden, wie sie es fanden und was man besser machen könnte. Das gehört dazu. Gerade zu einer Kirche Kunterbunt, bei der oft die angesprochen werden, die gar nicht mehr in die Gemeinde kommen. Also, Mut zu Fehlern!

Viele weitere Anregungen sowie Hilfen beim Aufbau eines Teams und der Umsetzung findet ihr auch auf der Homepage des Netzwerks Kirche Kunterbunt. Dazu gehört auch ein sog. „Starter-Paket“, das ihr hier herunterladen und mit dem ihr Arbeiten könnt: STARTER_PAKET EINFÜGEN

Ihr habt noch (Rück-)Fragen und möchtet gerne mehr wissen? Oder benötigt eine Beratung vor Ort oder via ZOOM? Dann ruft uns gerne an oder mailt uns einfach. Wir freuen uns auf euch!

Silke Lück
Institut für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste
Olpe 35, 44135 Dortmund
Telefon: +49 (231) 54 09 85
Email

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